Carve-Out eines Energieversorgers – Störungsfreier Cutover nach BNetzA-Regeln
Hintergrund
Im Zuge der Rekommunalisierung veräußerte ein Energiekonzern seine Mehrheitsbeteiligung an Kommunen. Der daraus resultierende Carve-Out erforderte ein Programm, das rechtliche, regulatorische und operative Anforderungen integriert und die Marktkommunikation gemäß BNetzA sicherstellt.
Ausgangslage
Der westfälische Regionalversorger wurde aus dem Konzern herausgelöst und als mittelständisches Unternehmen neu aufgestellt. Während die Prozess-IT weitgehend gekapselt migriert werden konnte, mussten Shared Services für Netzgeschäft, HR und IT neu ausgeschrieben und an einen Dienstleister überführt werden. Wir begleiteten die Ausschreibung von Beginn an.
Besonderheit
Die Konzernumgebung war hochgradig individualisiert. Die Datenmigration in heterogene Strukturen, die Anpassung von Abrechnungs-, Einspeiser- und Bilanzierungsprozessen sowie die Harmonisierung der Systemlandschaft waren kernkritisch. Unser Ansatz: Standardisierung wo möglich, gezielte Sonderlösungen wo nötig.
Umsetzung
Für einen störungsfreien Cutover kombinierten wir gründliche Vorbereitung mit strenger Transition-Governance:
- Ausschreibung & Vendor-Selection: Leistungsbeschreibung, Bewertungsmatrix, Vertrags- und SLA-Design.
- Datenmigration & Qualität: Mapping unterschiedlicher Datenmodelle, Validierung, Reconciliation, Dress-Rehearsals.
- Prozessanpassungen: Marktkommunikation und Bilanzierung gemäß BNetzA, Testfälle, Go-Live-Kriterien.
- Cutover-Planung: Sequenz, Fallback, Hypercare. Transparente Kommunikation an alle Stakeholder.
Der Übergang erfolgte so leise, dass Endkunden keine Beeinträchtigung bemerkten. Die komplexe Rechnungsstellung lief mit dem neuen Dienstleister ab Tag eins korrekt.
Kundennutzen
Unser Kunde profitiert von attraktiveren Konditionen, vereinfachten Prozessen und einer standardisierten Systemlandschaft. Mitarbeitende arbeiten schneller und kostengünstiger, die Betriebsstabilität steigt und die Basis für künftiges Wachstum ist gelegt.



